2014 – Das Jahr in dem die Österreicher den Deutschen das Essen besorgen mussten

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Wenn ich richtig gezählt habe, steht es in Dschungelprüfungen 9 zu 7 für Österreich. Wobei das Ergebnis schmeichelhaft für Deutschland aussieht, da man vorgestern an Tag neun ganze vier Spieler in eine Prüfung schicken durfte bzw. musste, und Mola „ICH habe acht Sterne geholt“ Adebisis Beitrag im Grunde recht gering war. Trotzdem hat sich die Alpenrepublik durchgebissen, und es riecht danach, als könnte die Habsburger Monarchie wieder auferstehen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten zwischen der künftigen Kaiserin, dem stillen Italoösterreicher und den Piefkes kehrt allmählich Ruhe und Frieden ins Dschungelcamp ein – so gut es eben geht. Gemeinsam werdet ihr das rocken. Und je länger ihr leidet, um so mehr versteht ihr, dass man sich Sterne erkämpfen muss. Warten und mit „Strenge“ maulen ist halt nicht. Nicht, wahr, Mola?
Bitte, vergesst Cordoba, das ist so lame. Und vergesst Königgrätz, das ist zu lange her. Wäre doch schade, wenn wir dieses Dschungelcamp nicht gemeinsam teilen würden! Wir könnten uns fortan beim Grand Prix jeweils 12 Sterne zuschunkeln, sowie es Jugoslawien und die UdSSR auch tun. Oder wir vereinbaren gemeinsam gegen den Rest der Welt, wer gewinnt, so wie bei der Fußballweltmeisterschaft 1982 in Spanien. War doch nicht so verkehrt, oder? Larissa hat zudem den Urlaub in Kärnten wieder salonfähig gemacht. Auf was warten wir noch? Nichts wie hin!

Sogar Winfried ließ sich von der Harmonie fast anstecken. Hin und wieder kommt sein Zynismus an den Tage, aber das müsst ihr, liebe Alpenländer verstehen. Und wir müssen das entschuldigen. Er ist in der DDR aufgewachsen und da brauchte man den Zynismus, um zu überleben. Wir hatten einen Westen und einen Osten, ihr nicht.
Allerdings muss man ihm seine Schauspielkunst vorhalten: Seit Winfried mit Molas Abschied begriffen hat, woher der Wind weht, ist er wie ausgewechselt. Der Teufel in ihm ist gezähmt – zumindest Larissa gegenüber. Ich sag nur: „Du wäscht Dich jetzt nicht!“ Meine Güte, wäre ich ausgerastet, wenn das so jemand zu mir gesagt hätte.
Seine über Jahrzehnte liebevoll erarbeiteten Schauspieleinlagen bringt er, ganz gleich ob in der Rolle des Teufels oder der liebevollen Vaterfigur, einmal mehr wunderbar an. Larissa macht Show, das ist klar, aber Winfried schauspielert. Das ist das, was er immer getan hat und womit er sein Geld verdient. Müsste eigentlich auch klar sein, aber keiner spricht darüber. Gabby hat es in ihrem Statement ja schon gesagt. Er wird ihr unheimlich. Das wird er, weil man ihn nicht fassen kann. Wie auch, wenn er nicht er selbst ist.

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